Konzessionserneuerung Kraftwerk Obermatt, Zwingen

Im Rahmen der Konzessionserneuerung für das Kraftwerk Obermatt in Zwingen (Kanton BL) mussten die lärmrechtlichen Aspekte für die Wasserfassung der Birs (Wehranlage) und der Zentrale im Vorfeld abgeklärt werden. Die JAUSLIN STEBLER AG hatte nachzuweisen, dass die Planungswerte der Lärmschutz-Verordnung (LSV) bei den benachbarten bzw. angrenzenden Gebäuden mit lärmempfindlicher Nutzung eingehalten werden konnten. Im Hinblick auf den Rückbau der stillgelegten Papierfabrik, angrenzend an die Kraftwerkzentrale, war zudem aufzuzeigen, in welchem Abstand zur Zentrale die Planungswerte erreicht resp. nicht überschritten werden.

Bei geschlossenem Wehr wird das Wasser direkt in den Wehrkanal in Richtung Turbinen geleitet. Bei Mehr- oder Hochwasser wird die Wehranlage stufenweise abgesenkt, zudem kann der Grundablass je nach Wassermenge zusätzlich geöffnet werden. Lärmimmissionen werden durch den Aufpralleffekt des Wassers auf Betonplatten sowie als Wasserfall beim Grundablass registriert. Die Kraftwerkzentrale (Turbinenhaus) wird durch einen Neubau mit 2 Turbinen ersetzt. Zusätzlich zu den Turbinengeräuschen waren Geräuschimmissionen durch den Grundablass sowie durch die Reinigungsanlage (Rechenanlage) lärmmässig zu beurteilen.

Rechnerisch wurden die Messresultate auf den entsprechenden Schallleistungspegel umgerechnet und in der Berechnungssoftware CadnaA (3D-Programm) integriert. Die Resultate wurden in einem Lärmgutachten ausgewiesen und gegenüber den Grenzwerten der Lärmschutz-Verordnung beurteilt. Die Schallausbreitungsberechnungen aus Emissionsdaten wurden mit Echtzeitmessungen überprüft und abgeglichen.

Projektbezeichnung: Lärmgutachten Konzessionserneuerung Kraftwerk Obermatt, Zwingen
Bauherrschaft: EBL, Genossenschaft Elektra Baselland, Liestal
Zeitraum Ausführung: Beurteilung gemäss Echtzeitmessungen und Vorgaben vor Inbetriebnahme (bis 2017)
Zweck der Schallpegelmessungen: Beurteilung als Neuanlage (Planungswerte / Konzessionserneuerung) gegenüber den Belastungsgrenzwerten der Lärmschutz-Verordnung. Einhaltung resp. Verminderung der Schallpegelwerte durch den Industrielärm gegenüber der benachbarten Bevölkerung.