SBB, Containerterminal

Das Wachstum im Kombinierten Verkehr ist rasant: Die Häfen der Nordsee weisen ein jährliches Wachstum von 7 bis 15 Prozent auf. Um einen möglichst grossen Teil dieses Verkehrs bis zum Endkunden in der Schweiz auf der Bahn transportieren zu können, sind die Bahnen auf leistungsfähige und spezialisierte Terminals (sog. Gateways) angewiesen. Ein Gateway ist vergleichbar mit einem „Umsteigebahnhof“ für Container. Aufgabe des Vorprojektes 2008 war die Projektierung einer Anlage mit 2 Kranmodulen:

  • Kranmodul Süd: 4 Portalkrane, 4 Gleise unter dem Kran (Nutzlänge Gleis je rund 700 m)
  • Kranmodul Nord: 2 Portalkrane, 3 Gleise unter dem Kran (Nutzlänge Gleis je rund 540 m)
  • Zwischen den Kranmodulen verkehren Automated Guided Vehicles (AGV) und übernehmen die Funktion des Längsverschubs von Behältern

In den Jahren 2009 bis 2010 wurden nachfolgend mehrere Varianten untersucht mit dem Ziel, die Investitionskosten zu reduzieren (Design-to-Cost). JAUSLIN STEBLER bearbeitete das Vorprojekt 2008 sowie eine Variantenstudie 2010 über das Gesamtprojekt.

Projektbezeichnung: Gateway Limmattal
Bauherrschaft: Schweizerische Bundesbahnen AG (SBB)
Funktion der Bauten: Bahnanlage, Containerterminal, Brückenbauwerke, Stützmauern, Personenunterführung, Gleisentwässerung, Versickerungsanlagen, Landschaftsgestaltung
Zeitraum Projektierung: 2007 - 2010
Investitionssumme: ca. CHF 160 - 264 Mio. (Stand Variantenstudie bzw. Vorprojekt)
Merkmale:
  • Bauen mit möglichst geringen Einschränkungen des Bahnbetriebes
  • Komplexe Bauphasen- und Terminplanung über eine geplante Bauzeit von mehreren Jahren
  • Zwei Kranmodule mit insgesamt 6 Portalkränen
  • Umfangreiche Anpassung der heutigen Anlage des Rangierbahnhofes Limmattal
  • Verschiedene Brückenbauwerke, Personenunterführung und Stützmauern
  • Grosse Meteor-Versickerungsanlage (Retentionsbecken, Pumpenbauwerke, Druckleitungen)
  • Zollbereich mit Infrastrukturgebäuden und LKW-Abstellplätzen
  • Anbindung an das Strassensystem in Dietikon
Funktion und Leistungen im Projekt: Vorprojekt 2008, Variantenstudien 2010 (Kranbahn, Trassebau, Gleisgeometrie, Gleisentwässerung inkl. Versickerungsbecken, diverse Kunstbauten wie Brücken, Stützmauern, Personenunterführung)